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Vitalisierung


Was bedeutet Vitalität und Lebenskraft ?

Vitaliserung - Entspannung und Gewinnung von Lebenskraft !

Mehr Vitalität, also Lebenskraft, durch geeignete Maßnahmen der Vitalisierung zu gewinnen, ist der Traum vieler Menschen und hat natürlich mit Bioenergetik zu tun. Die mikrobiologische Versorgung mit essentiellen Stoffen legt den Grundstein zur optimalen zellulären Funktion. Die Dreiheit Körper, Seele und Geist bedingt sich wechselseitig, bestimmt das energetische Niveau und damit die Lebensqualität. So ist es auch möglich, mit Maßnahmen von diesen drei Ebenen aus wechselseitigen Einfluss zu nehmen auf die Gesamtbefindlichkeit. Wenn sich Körper, Seele, Geist und Energie in einem "homöostatischen" Miteinander befinden, verlaufen die bioenergeti-schen Prozesse in biokybernetischer Hinsicht optimal.


Auf diesen Seiten finden Sie verschiedene, zum Teil recht einfache Übungsmöglichkeiten, wie Sie der Ganzheit Ihres Körpers, also Körper, Seele, Geist etwas Gutes tun und Energiesteigerung erreichen können - und dies überwiegend durch Eigenaktivität. Die Schwerpunkte der einzelnen Übungen liegen entweder mehr auf Entspannung oder mehr auf Aktivierung, häufig jedoch sind beide Elemente miteinander verbunden. Durch die Wahl der Übung legen Sie selbst fest, ob Sie sich mehr entspannen oder den Körper mehr aktivieren und entsprechende Energien aufbauen wollen.
Entdecken Sie einfach, was Ihnen persönlich gut tut und bedenken Sie auch:

"Je mehr Energie zur Verfügung steht, desto lebendiger sind Sie
und umso mehr haben Sie vom Leben!"


Die Atmung als Therapie

Das deutsche Wort Atem stammt vom dem indogermanischen Atman und bedeutet heute in der Hindu-Sprache so viel wie "Seele" oder "göttliches Selbst" und bezeichnet den Lebensodem. Die alten Ägypter kannten einen Gott Atum, den sie als Ur- oder Schöpfergottheit verehrten. Welche alte Weisheit enthüllt sich in dieser Erkenntnis, wenn wir bedenken, dass wir täglich abhängig von Ruhe oder körperlicher Bewegung rund 12.000 bis 15.000 mal neue Lebenskraft mit unserem Atem schöpfen!

Atmen ist ein unbewusster Vorgang. Er macht sich erst bewusst, wenn wir uns verstärkt körperlich betätigen, in psychischer Hochstimmung starke Freude oder unter großem Stress Angst verspüren, kurzum wenn wir an den Grenzen unserer Leistungsfähigkeit angelangt sind. Wir können den Atem bewusst steuern, schneller oder langsamer atmen, tiefer oder flacher atmen, leichter oder gepresst atmen. Leider haben wir im Laufe unseres Lebens verlernt, richtig ein- und auszuatmen. Selbst kleine Kinder schon können verspannt sein und dadurch flacher atmen, und Erwachsene verharren aus verschiedenen Gründen in atemloser Spannung. Es bleibt Ihnen die Luft weg, und sie selbst nehmen sich den Atem durch beengende Kleidung, Übergewicht, Fehlhaltung im Sitzen, Bewegungsmangel, Daueranspannung, Hektik durch Stress, ungelöste Probleme und Rauchen.

Das primäre Ziel der verschiedenen Atemtherapien ist, zuerst wieder ruhig, gleichmäßig, unbeschwert atmen zu lernen - wie in den frühen Kindertagen. Auf diese Weise wird die Sauerstoffversorgung des Körpers optimiert und die ursprüngliche und natürliche aufrechte Haltung wieder zurückgewonnen. Mit der Lösung hemmender oder blockierender Emotionen wird die Voraussetzung geschaffen, dass sich körperlich-funktionelle Störungen und psychische Probleme beheben lassen.

Menschen, die an Atemwegserkrankungen leiden, sollten besonders sorgsam mit diesen Organen umgehen. Sie sollten darauf achten, dass sie besonders im Winter in der trockenen Raumluft ihre Schleimhäute feucht halten. Generell gilt, dass Rauchen ungesund ist, die Räume kurz und kräftig lüften, die Feuchtigkeit der Raumluft zu beobachten und evtl. Befeuchtungsmaßnahmen zu ergreifen, sowie durch die Nase ein- und durch den leicht geöffneten Mund wieder auszuatmen. Mittels verschiedener Atemtechniken kann man das Atemgeschehen verbessern wie mit der bewussten, halbbewussten oder unbewussten Atemlenkung. Bei der Atemgymnastik wird auf reflektorischem Weg durch Streckungen, Dehnungen und Gleichgewichtsübungen die Atmung beeinflusst. Atemgymnastik ist auch geeignet für Menschen mit chronischen Bronchialerkankungen und Asthma.

Autogenes Training, eine konzentrative Selbstentspannung

Johannes Heinrich Schultz (1884 - 1970), Nervenarzt, von 1919 - 1924 Prof. in Jena, ab 1924 Neurologe in Berlin, 1936 - 1945 Direktor des Berliner Instituts für Psychotherapie, wurde besonders durch die Entwicklung und Anwendung des Autogenen Trainings bekannt. Seine Arbeit mit der "Schichtenbildung im hypnotischen Seelenleben" macht die Grundkonzeption des Autogenen Trainings deutlich. Die Trainingspersonen erleben gewöhnlich drei Zustände: die Ruhe, die Schwere und die Wärme. Im Zentrum dieser Art der Selbsthypnose steht eine selbsthypnotische Umschaltung, bei der eine relative Wachheit erhalten bleiben soll. Mit dem veränderten Schwere- und Wärmegefühl setzt die "organismisch leibseelische Umschaltung" ein. Diese Selbst-Umschaltung tritt dann ein, wenn sich die trainierende Person durch eine völlige Umschaltung selbst in den hypnotischen Zustand versetzen kann, d. h. wenn sie fähig sind, in sich Entspannung, Schwere und Wärme zu erzeugen.

Diese Methode kann man am leichtesten erlernen, wenn man positiv von ihr überzeugt ist, dass man sie auch erlernen kann. Die innere Bereitschaft und ein realer Grund bewirken eine echte Motivation, diese mentale Technik zu erlernen. Wer sie nur "kennen lernen" will, braucht länger und führt sie weniger effizient aus als jene, die konkrete Ziele damit verbinden. Überzeugende Motivation lässt keinen Zweifel aufkommen und das biblische Wort "Dein Glaube hat Dir geholfen." gilt in gleicher Weise (vgl. Mk 11,20-25;Lk 8,43-48). Le Bon schreibt dazu in der Psychologie der Massen: "Dem Menschen einen Glauben schenken, heißt seine Kraft verzehnfachen." Welche Kraft der Glaube in sich trägt, zeigen immer wieder medizinische Versuche mit sogenannten Placebo-Mitteln (Leerpräparate, Scheinmedikamente), die keinen Wirkstoff enthalten. In 30 - 60 % der untersuchten Fälle treten autosuggestive Placebo-Wirkungen auf.

Es gibt natürlich auch Faktoren, die den Erfolg des Autogenen Trainings zunichte machen. Ein bedeutender ist ein starker Wille, das innere "Ich muss". Aus dieser Haltung ergibt sich eine "paradoxe Intention". Mit ihr verhindert der Übende selbst seinen Erfolg, ja er verstärkt sogar entgegengesetzt gerichtete, hemmende Impulse. Einerseits unbedingtes Wollen oder Müssen und andererseits ein irrationaler, ängstlicher Zweifel blockieren die positive Verwirklichung. Dieses Phänomen beschreibt Ovid (43 v. Chr. - 14 n. Chr.) mit den Worten "Video meliora proboque, deteriora sequor." (Ich sehe das Bessere und folge dem Schlechteren.) Und auch in der Bibel finden wir eine äquivalente Textstelle: "Denn nicht das Gute, das ich will, tue ich, sondern was ich nicht will, das tue ich." (Röm 7,19) Dieser Erkenntnis folgend empfiehlt J. H. Schultz das passive Geschehen-Lassen, einzuwilligen in das Abgleiten und sich dem Augenblick des So-Seins im Jetzt hinzugeben. Dieses Phänomen lässt sich gerade beim Biofeedback-Training immer wieder beobachten, denn auch hier gilt: tun und im passiven Willenbleiben.

Eutonie - angenehme Körperspannung

Eutonie, aus dem Griechischen von eu-tonos, bedeutet so viel wie Wohl-Spannung und meint eine Körperspannung, die gut tut, weil sie angenehm ist. Gerda Alexander, eine Physiothera-peutin, hat den Begriff und die Technik aus der Erfahrung entwickelt, dass jeder Mensch seinen individuell-persönlichen Rhythmus hat und finden soll, damit er in sich ausgeglichen sein kann. Diese Wohlspannung des Körpers ist erlernbar, und jeder Mensch kann sie erlernen, wenn er von bisherigen erlernten Gewohnheiten, die mechanisch und automatisch ausgeführt werden, Abstand nimmt, und seine Bewegungsabläufe bewusst ausführt.

Vegetative und funktionelle Beschwerden resultieren aus falscher Sitzhaltung und der falschen Art sich zu bewegen. Dies führt zu erhöhten Muskelspannungen und diese werden zuerst gesucht, damit sie anschließend mit eutonischen Übungen wegtrainiert werden können. Mit Eutonie entsteht ein neues Körperbewusstsein und ein anderes Gespür für den Körper und seine Bedürfnisse. Gleichzeitig ist Eutonie auch eine Entdeckungsreise in sich selbst, wie man mit Gedanken und Gefühlen umgeht, wie diese sich auf die Körperhaltung, Körperbewegung und die Muskelspannung auswirken. Man lernt die eigenen Bedürfnisse kennen und berücksichtigen in der Außenwirkung des Körpers.

Eutonie ist keine Therapie im eigentlichen Sinne, sondern sie ist eher als Selbst-Pädagogik zu verstehen, als persönliche, bewusste und gezielte Selbst-Erziehung des Körpers, um frei zu werden von inneren und äußeren Spannungen und Verspannungen und in der Folge von vegetativen und funktionellen Beschwerden. Eutonie lernt man am besten in einer Gruppe, das eigentliche Training vollzieht sich dann in Eigenverantwortung und mit der erforderlichen Selbst-Disziplin. Schon eine Viertelstunde täglich bringt großen Gewinn.

LINKS zu unseren öffentlichen PDF-Dateien:

Nr Titel Datum Autor
1 Funktionelle Entspannung 04.2004 Max Unterreiner
2 Konzentrative Bewegung 04.2004 Max Unterreiner
3 Meditation 04.2004 Max Unterreiner
4 Mentaltraining 04.2004 Max Unterreiner
5 PcE-Training 04.2004 Max Unterreiner
6 Progressive Relaxation 04.2004 Max Unterreiner
7 Qi Gong 04.2004 Max Unterreiner
8 Runen 04.2004 Max Unterreiner
9 Zellularmedizin 04.2004 Max Unterreiner
       


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